altes Jahr … Ade

… und es möge ein gutes neues Jahr starten ….

Dieses Jahr war ein tolles Jahr … mit viel Umschwung, vielen Gedankenanstössen und auch anderen Anstössen.

Ich hätte gern noch einmal ein solch buntes Jahr 😉

So frei an Möglichkeiten, so frei von Druck und Norm … einfach frei

… jetzt nur noch wissen was damit anfangen .. 😉

… lasst es Euch gut gehen …

zuviel Alkohol

ok, ich habe zuviel getrunken … viel zuviel!!!
weil ich höflich sein wollte, weil alle getrunken haben … so ein Scheiss … mir ist nicht gut, .. definitiv!!!
Ich blick das hier gerade so gar nicht … uff.
ich will weg … weit weg … so viele unkluge Menschen … nicht auszuhalten …. dieses Gejammere… ich kann es nicht mehr hören –
ok, der Alkohol wirkt … sicher nicht gesund …wir sprechen uns ein anderes Mal… einfach nicht jetzt, … nicht heute!

…und was jetzt?

Hallo liebes Tagebuch … (ohh, das wollte ich schon immer mal schreiben ) 😉

nun ist es soweit, ich schreibe Dir… ich schreibe mir. Nur irgendwie finde ich keinen Anfang, wie denn auch, schliesslich bin ich ja mittendrin.

Orientierungslos, auftragslos, das gesellschaftliche „Soll“ … abgeharkt, erledigt. Wenn ich jetzt brav bis zur Rente arbeite und Beiträge/ Steuern zahle und nicht noch, trotz meines Alters, auf die schiefe Bahn gerate, … ein perfekter Erdenbürger …  … ok, ich bin genervt, am meisten von mir! Naja, und irgendwie auch von den Anderen, von allen Anderen … es gibt nur wenige Ausnahmen, gaaanz wenige!

Ich habe einige recht passable Ziele erreicht … 2 Kinder mit Ausbildung in die grosse weite Welt entlassen (nagut, fast … dass 2. erst im Frühjahr, … aber beinahe ;)), ein Haus (ok, total verschuldet), ein verdammt guter Job … und gerade erst aufgehört zu Rauchen (worauf ich mega stolz bin). Ja, ich habe sogar einen Sohn geboren und einen Baum gepflanzt.

… und was jetzt??? … immer wieder horche ich in mich hinein … keine Antwort … das geht jetzt sicher schon ein Jahr so, immer die gleiche Frage: „…und was jetzt“??

Ich habe keine Langeweile, nein, sicher nicht … ich bin immer beschäftigt…,  am Haus herum bauen (nicht schön, aber selten), Gassi-Runden, Gartenarbeit, Haushalt und arbeiten gehe ich ja auch noch ganz brav. Nichts davon mache ich, weil ich es muss … nein, ich mag es … alles davon, sogar den Haushalt …

… und was jetzt? … immer so weiter? … weitere 45 Jahre? … allein bis zur Rente noch 20 Jahre eintöniges beschäftigt sein???

ich suche nach dem Pfeil, der mir die Richtung zeigt, irgendetwas … eindeutiges …

…nichts Eindeutiges in Sicht. Also stöbere ich im Internet und finde ein neues Schlagwort „Minimalismus“ … ohja, das gefällt mir, Ballast abwerfen … damit kann ich mich eine Weile beschäftigen, hab ja genug „Stehrumchen“ angesammelt. Diese Entsorgungsschübe fallen mir relativ leicht … kein wirklicher Trennungsschmerz … dafür ein riesen Haus, zwei Schuppen und einen Dachboden … die Aktion „Minimalismus“ zieht sich sicher noch ne ganze Weile.

Tatsächlich habe ich bei der Suche nach neuen Impulsen den Zeugen Jehovas mein Ohr geliehen, also zweien von ihnen. Es macht Spass mit Ihnen zu diskutieren, ihnen einen Hauch meiner Weltanschauung mitzugeben, wärend sie versuchen mir die Bibel näherzubringen. Und tatsächlich hat sich mein Bild über die sogenannten Zeugen Jehovas gewandelt (was ja nicht schwer ist, wenn man vorher einfach übernimmt, was andere einem erzählen, statt sich selber ein Bild zu machen) … leider sind die Zeugen auch nicht besser, sie übernehmen auch nur, statt sich ein eigenes Bild zu machen … eine Welt voller Scheuklappen!!!

… das letzte Jahr/ die letzten 2 Jahre war/en turbulent, voller Entwicklungsschübe, Aha-Momente und Einsichten   …tja, und da wo gehobelt wird, fallen leider auch Späne. Einige Freundinnen haben sich nicht weiter entwickelt oder vielleicht auch einfach nur in eine andere Richtung … wir haben uns unterwegs verloren … ich habe sie verloren … ich konnte einfach nichts mehr mit ihnen anfangen … nichts von dem, was sie beschäftigt interessierte mich, konnte ihr Gejammer und Geklage nicht mehr hören, … konnte deren vermeintlichen Stillstand nicht ertragen … ich musste gehen!

…und was jetzt? … ich weiss es immer noch nicht 🙁

Wärend ich so vor mich hin suche, habe ich mir ein paar kleinere Ziele gesetzt, damit beschäftige ich mich, bis ich etwas „sinnvolleres“ finde … weiter Ballast abwerfen und die Schulden abbauen/ loswerden (ist ja auch Ballast).

Also liebes Tagebuch, wie Du Dir sicher vorstellen kannst, ist das hier gerade mal „angerissen“ … vielleicht kannst Du Dir ja irgendwann mal ein Bild von meiner jetzigen Situation machen … es ist halb zwei in der Nacht… zu spät zum Schreiben … ich melde mich …